Wenn der ganze Körper
reagiert – weitere
BEGLEITERKRANKUNGEN
bei Neurodermitis

Vielleicht kennst Du das: Du tust alles für Deine Haut, Du cremst, Du pflegst, und trotzdem fühlt es sich so an, als käme Dein Körper nie ganz zur Ruhe. Manchmal tauchen neben den Ekzemen auch andere „Baustellen“ auf. Das liegt daran, dass Neurodermitis keine reine Hautsache ist. Die Entzündung, die der chronischen Erkrankung zugrunde liegt, kann Deinen Körper auch an anderen Stellen belasten.

Arzt und Neurodermitis-Patientin im Gespräch
Junge Frau sitzt am Laptop

Falls Du neben Deiner Neurodermitis eine weitere Erkrankung hast, bist Du nicht allein: Etwa drei Viertel der Betroffenen mit mittelschwerer bis schwerer Neurodermitis haben mindestens eine entzündliche Begleiterkrankung, wie Heuschnupfen, Asthma oder Nahrungsmittelallergien.1 Der Grund dafür: Neurodermitis zählt zu den Erkrankungen des sogenannten atopischen Formenkreises. Bei diesen Erkrankungen überreagiert das Immunsystem auf eigentlich harmlose Stoffe. Mehr zu atopischen Begleiterkrankungen kannst Du hier nachlesen. Neben den atopischen Begleiterkrankungen kann Neurodermitis aber auch weitere körperliche Folgen haben, die keinen atopischen Ursprung haben. Diese Begleiterkrankungen werden als nicht atopisch bezeichnet. Die damit verbundene Mehrfachbelastung beeinträchtigt nicht nur die Gesundheit, sondern oft auch den gesamten Alltag.

Wenn bakterien leichtes spiel haben – hautinfektionen bei neurodermitis

Bei Neurodermitis ist die Hautbarriere gestört und das Mikrobiom der Haut gerät aus dem Gleichgewicht. Das heißt: Das Schutzschild Deiner Haut ist nicht intakt. Das kann Deine Haut anfälliger für Infektionen machen.2-6

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Bei 7 von 10 Betroffenen mit akuten Ekzemen lassen sich krankmachende Bakterien auf der Haut nachweisen.2

Die gute Nachricht: Zielgerichtete Systemtherapien, die an der Entzündung ansetzen, können das Hautmikrobiom normalisieren und die Zahl krankheitserregender Bakterien reduzieren – und das bereits drei Tage nach Behandlungsstart.7-9 Das kann das Risiko für Infektionen langfristig senken.10 Studien zeigen zudem, dass Betroffene über einen Zeitraum von vier Jahren besser vor Hautinfektionen geschützt waren.10

Frage rechtzeitig bei Deinem Dermatologen nach passenden Therapieoptionen.

Illustration einer Lupe, die Neurodermitis-Symptome untersucht.

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Neurodermitis kann das
herz-kreislauf-system belasten

Ein Herz, Stethoskop und Kardiogrammbericht als Symbol für Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Neurodermitis ist eine systemische Erkrankung. Das bedeutet: Spezielle Botenstoffe, die Entzündungen antreiben, zirkulieren über die Blutbahn im gesamten Körper. Bleiben die Entzündungsprozesse über lange Zeit unkontrolliert, können sie die empfindliche Innenschicht der Blutgefäße schädigen.

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Bei einer dauerhaften Belastung können Veränderungen und Verkalkungen in den Arterien begünstigt werden. Besonders bei schweren Krankheitsverläufen besteht daher ein erhöhtes Risiko für die Entwicklung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen.6

Eine gute Kontrolle der Entzündung ist also nicht nur für Deine Haut wichtig, sondern auch eine entscheidende Vorsorge für Deine Herz-Kreislauf-Gesundheit.

Werde aktiv –
Du hast mehr Möglichkeiten, als Du denkst

Viele Auswirkungen Deiner Erkrankung musst Du nicht einfach hinnehmen. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Neurodermitis zu behandeln und das Risiko für zusätzliche Begleiterkrankungen zu verringern. Ein erster Schritt ist, herauszufinden, ob Du Deine Neurodermitis gut unter Kontrolle hast.

Illustration einer Neurodermitis-Patientin, die ihre juckende Haut mit einem Handy fotografiert.

WIE SEHR HAST DU
DEINE NEURODERMITIS
UNTER KONTROLLE?

Besonderheit bei Kindern – Neurodermitis
kann die Entwicklung beeinflussen

Was Erwachsene körperlich belastet, kann bei den Kleinsten weitreichendere Folgen haben. Bei Kindern unter 12 Jahren mit mittelschwerer bis schwerer Neurodermitis können nächtlicher Juckreiz und Schlafmangel das Wachstum beeinträchtigen.11,12 Auch eine längere Anwendung von äußerlichen oder innerlichen Glukokortikoiden und Immunsuppressiva kann zu einer Wachstumsverzögerung führen.12

Junge im Schulalter liegt auf einem Sofa

Rechtzeitiges Handeln lohnt sich. Gezielte Systemtherapien können das Entzündungsgeschehen regulieren und dem Körper wieder Raum für eine gesunde Entwicklung geben. Solch eine wirksame Behandlung der schweren Neurodermitis kann Kindern zwischen 6 und 11 Jahren helfen, Wachstumsverzögerungen aufzuholen.13,14

Fazit: Nimm Deine Gesundheit in die Hand!

Neurodermitis ist weit mehr als ein Hautausschlag – sie ist eine systemische Erkrankung, die den gesamten Körper betreffen kann. Doch die wichtigste Botschaft ist: Du hast gute Möglichkeiten, Deine Lebensqualität aktiv mitzugestalten.

Heute gibt es gezielte Systemtherapien, die an der Entzündung, die der Neurodermitis zugrunde liegt, ansetzen. Dadurch kann nicht nur der Juckreiz gelindert werden – zielgerichtete Therapien können auch dazu beitragen, Dein Herz-Kreislauf-System zu entlasten und das Risiko bakterieller Hautinfektionen zu senken. Auch betroffene Kinder bekommen so die Chance auf eine unbeschwerte und gesunde Entwicklung.

weitere_begleiterkrankungen_7

Gehe den nächsten Schritt für Deine Gesundheit und sprich mit Deinem Dermatologen über zielgerichtete Systemtherapien.

Weiterführende Informationen

Junge Frau schaut in ihr Handy

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Neurodermitis-Patientin sitzt mit Handy am Tisch

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Service-Kontakt

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Neurodermitis-Patientin informiert sich über mögliche Therapien

Weitere Unterstützungsangebote für Dich!

Anlaufstellen

Hier findest Du zahlreiche Anlaufstellen, die sich auf die Anliegen von Menschen mit Neurodermitis spezialisiert haben.

1 Calzavara-Pinton P et al. Adv Ther 2023; 40:5366–5382.
2 Iwamoto K et al. Allergol Int 2019; 68:309–315.
3 Gittler JK et al. J Allergy Clin Immunol 2012; 130:1344–1354.
4 Danso MO et al. J Invest Dermatol 2014; 134:1941–1950.
5 Gittler JK et al. J Allergy Clin Immunol 2013; 131:300–313.
6 Silverwood RJ et al. BMJ 2018; 361:k1786.
7 Callewaert C et al. J Invest Dermatol 2020; 140:191–202.e7.
8 Hartmann J et al. Allergy 2023; 78:2290–2300.
9 Simpson EL et al. J Allergy Clin Immunol 2023; 152:1179–1195.
10 Blauvelt A et al. Adv Ther 2023; 40:367–380.
11 Paller AS. Growth Analysis in Children Aged Less Than 12 Years with Moderate-to-Severe Atopic Dermatitis. AAD 2024; Poster.
12 Chen TL et al. J Am Acad Dermatol 2025; S0190-9622(25)02646-5. doi: 10.1016/j.jaad.2025.08.020.
13 Irvine AD et al. Growth Analysis in Children Aged 6 to 11 Years With Severe Atopic Dermatitis and Impact of Dupilumab Treatment on Height. AAD 2025; Poster.
14 Irvine AD et al. Growth Improvement in Children 6 to 11 Years Old with Severe Atopic Dermatitis Treated with Dupilumab Irrespective of TCS Use. EADV 2025; Abstract.

MAT-DE-2602589-1.0-06/2026